Herbstkonzert 2011: Die CubaBoarischen

Wildschütz meets Che Guevara

Die CubaBoarischen im Buchbacher Kulturhaus

"Gib ma amoi dei Gitarr"- nicht auszudenken, wäre jener Kubaner dieser Aufforderung nicht nachgekommen, um Mitternacht an der Hotelbar.

Die CubaBoarischen waren noch gar keine, sie machten nur Urlaub in Südamerika. Man reichte dem Bayer die cubanische Gitarre- und da war sie, die Faszination Kuba. Die Einheimischen kamen an jenem Abend in den Genuss der bayerischen Volksmusik, während die bayerischen Musiker registrierten, wie wunderbar sich doch beide Musikstile ergänzen und wie unglaublich gut sie harmonieren:

Die Idee der CubaBoarischen war geboren.

Wunderbar ist sie anzuhören, die "Entstehungsgeschichte" der Band - und ebenso wunderbar war der Abend mit den CubaBoarischen im Buchbacher Kulturhaus, präsentiert vom Verein für Musikunterricht.

Zweifellos nahm man den Burschen als Gast im ausverkauften Kulturhaus die "Geburtsgeschichte" mit der Gitarre und das darauf folgende bayerisch-cubanische Musizieren in der Hotellobby ab, war doch alles, was an diesem Samstagabend im Kulturhaus zu hören war, von solch umwerfender Stilsicherheit: Man will es kaum glauben, dass vor den CubBoarischen noch kein Mensch auf die Idee gekommen ist, die bayerische Volksmusik mit kubanischen Klängen zu kombinieren.

Die voralpenländische Wilderer - Tragödie um den Jennerwein in Zusammenhang zu bringen mit der Geschichte des Che Guevara und dies in wunderbar wohlklingende Melodien und Rhythmen zu verpacken ist eine Sache. Dies aber mit einer unbeschreiblichen Virtuosität und Professionalität vorzutragen potenziert das Ganze noch einmal.

Sympathisch kamen sie rüber, die sieben mehr oder weniger jungen Männer auf der Bühne: Drei Stunden lang verbreiteten sie gute Laune, viele Gäste verspürten offenkundig  den nur schwer zu unterdrückenden Drang, einfach drauflos zu tanzen, deutlich zum Ausdruck gebracht durch wippende Füße und rhythmisch sich bewegende Schultern. Noch dazu verstand man es, das Publikum mit kleinen Anekdoten zu erheitern. Und wenn dann den Buchbacher Gästen an einem Septemberabend, die trüben Herbsttage erwartend, vom Strandfeeling auf Kuba mit Mojito und Havannah erzählt wird, fühlt man sich tatsächlich ein wenig dorthin gehievt.

Es wären sicher nur wenige der Gäste am Samstagabend gewesen, die den CubaBoarischen eine Absage erteilt hätten, wäre es darum gegangen, mitzufliegen am 16. Februar nach Südamerika.

"Vamos a ir a Cuba - Pack mas, auf geht`s nach Cuba" heißt es mittlerweile tatsächlich schon jedes Jahr für die CubaBoarischen im Frühjahr. Dann nämlich trifft unsere wunderbare bayerische Volksmusik wieder auf kubanische Ohren, vereint sich mit den südamerikanischen Klängen und Rhythmen und wird beinahe eins mit ihr. Jene, von den CubaBoarischen so sympathisch übermittelte Mentalität der Südamerikaner,  hätte jeder einzelne der Konzertbesucher sicher unglaublich gerne live miterlebt.

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