Herbstkonzert 27.9.2014

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Mit dem Radiergummi ins World Wide Web

Anlässlich Ihres Herbstkonzertes präsentierte die "Buchbacher Musikschule" den Liedermacher Werner Meier und seine Combo.

Ja, einen Radiergummi konnte man auch kaufen an diesem Abend im Buchbacher Kulturhaus- einen Radiergummi inklusive CD. Schließlich wurde in Form eines Songs ja auch vom Künstler aufgefordert, dass man sich in Gottes Namen über ein Geburtstagsgeschenk Radiergummi freuen sollte, denn "a Buidl muaß ma aufhänga", einen Radiergummi nicht; ein Radiergummi ist einfach etwas Nützliches, das sich irgendwann von selbst auflöst. Meint zumindest Werner Meier aus Ottenhofen. Der Kabarettist und Liedermacher, bekannt natürlich vor allem durch seine "Sternschnuppe"- Karriere, war im Buchbacher Kulturhaus mit seiner Combo zu Gast und unterhielt das Publikum vorzüglich.

Der Verein für Musikunterricht mit seiner Vorsitzenden Angela Landenhammer präsentierte den Künstler im Rahmen des Herbstkonzertes. Zahlreich und erwartungsvoll erschien das Buchbacher Publikum, bekommt man im Kulturhaus ja auch nicht alle Tage einen Gast dieses Formats geboten. Und nur allzu gerne kam man der Aufforderung des Entertainers nach, den verliebten Pfarrer zu besingen, der sich in die knödelformende Pfarrersköchin verguckt hat. So mancher Besucher an diesem Abend dürfte sich in einem der Songs wiedererkannt haben, ging es doch auch um neuzeitliche Phänomene wie die Handy- und Internetversessenheit mancher Zeitgenossen, wenn der  "Sepp sich im World Wide Web" verliert anstatt sich seiner Frau zu widmen.

Kurzweilig und amüsant verlebte das Buchbacher Publikum die beiden Stunden. Die Tatsache, dass so manch eingängige Melodie an die "Sternschnuppe"-Songs erinnerte, tat der Stimmung und Laune der Leute keinerlei Abbruch. Und dem Kulturhaus tat es auch gut, dass da einer kam, der aus der Gegend kommt, der "de Leid" versteht und vor allem in bayerischer Sprache agierte.

Dass Werner Meier auf der  Bühne durchaus gute Kabarettisteneigenschaften an den Tag legen kann, dürfte nun auch dem letzten Zuschauer klar geworden sein, Monika- Gruber- Züge schienen bisweilen durch und kamen ganz wunderbar an. Viele neue Fans hat der Entertainer an diesem Abend mit Sicherheit gewonnen durch seine unprätentiöse, spielerisch leichte Art, auf der Bühne zu agieren, den Menschen amüsante Momente zu schenken- die allerdings auch mal ins Ernsthafte übergehen können, etwa mit der Aufforderung, das Leben auszukosten, denn "…es ist keine Sparkasse". Wenn´s vorbei ist, ist´s vorbei - das mussten auch die Buchbacher nach einigen Zugaben akzeptieren. Ein Stünderl hätte man locker noch vertragen können von dem wortwitzreichen Liedern, dem Charme des Künstlers und seiner Combo.

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